Sie wissen aber schon, dass einer der wesentlichen Vorteile von SchildZentral der ist, dass es dafür das Schulträgermodul gibt, mit dem durchaus wichtige Themen der Schulträger dahingehend abgedeckt werden können, dass die Daten in Echtzeit vorliegen und nicht erst per Excel- oder TXT-Export durch die Gegend gemailt werden müssen ? Ich denke da die jährlichen Anschreiben aller neuen Grundschüler, Schulpflichtüberwachung, Auswertungen, Planungstools, Übergang Grundschule nach SEK-I und von SEK-I nach SEK-II, und noch vieles mehr). Ab Schild3 soll über das neue Schulträgermodul dann auch die Schulwegberechnung abgewickelt werden können.kroerig hat geschrieben: Freitag 9. Januar 2026, 17:56 SchildZentral und ribeka sind mir schnuppe. Ich setze auf freie Lösungen.
Wenn Sie mir hier eine freie Lösung oder überhaupt eine Alternative nennen können, ich bin gespannt.
Nun, was andere Schulträger betrifft, dazu kann ich wenig sagen, aber für Köln kann ich sagen, dass wir mit der Migration nicht hinterherkommen, weil wir nicht richtig aufgestellt oder zu blöde sind, sondern, dass eine derartige Systemumstellung erst dann wirklich in Angriff genommen werden kann, wenn die (meisten, bzw. die wichtigsten) Funktionen aus dem Vorgängersystem auch im neuen System vorliegen ... und erprobt sind.Die Frage ist natürlich: Wann gilt das Paket aus SVWS, SchILD3 und dem Rest als "ready for production"? Und wann geht SchILD2 dann EoL? Oder erhält SchILD2 doch noch wieder die Regeln der neuen APO-GOst? Und sei es nur, weil die Schulen/ Schulträger mit der Migration nicht hinterherkommen.
Das ist aber derzeit immer noch nicht der Fall. Im Moment steht überspitzt formuliert nur ein Basisgerüst mit einem überarbeiteten Kurs- und Laufbahnplanungssystem bereit. Alle anderen Funktionen und Module stehen weiterhin hinten an. Es bleibt zum Haareraufen, denn es gibt immer noch keine verlässlichen Angaben, wann denn wenigstens mal mit Beta-Versionen der restlichen Modulen zu rechnen ist, um wenigstens ein bisschen personelle Ressourcen planen zu können.
Meines Erachtens fehlt es aber weiterhin noch an verschiedenen Tools. Angefangen von dem versandeten Vorhaben, für Schild2 eine Datenprüfung gegen Schild3-Datenlage bereitzustellen, um bei Datenbankmigrationen Fehlerquellen zu vermeiden. Solange die Migrationsscripte (das vom SVWS-Server und das nachlaufende für SchildZentral) noch Fehler auswerfen, braucht es eines Tools für die Schildadmins in den Schulen, mit denen Sie angezeigt bekommen, wo denn nun genau in SchildZentral2 ein Wert nicht übertragen werden konnte, oder welcher Wert da vorher stand. Anders als unter SchildNRW mit lokal in den Schulen liegenden Datenbanken haben diese Schulschild-Administratoren keinen direkten Zugriff auf die SchildZentral-Datenbank. Den aber brauchen sie derzeit, um mit den Logdateien ausfindig zu machen, welcher Datensatz sich hinter der jeweils ausgegeben ID verbirgt. Im Moment müssten wir das irgendwie aufbereiten, was aber zusätzlichen Aufwand bedeutet.
Des weiteren muss sich auch erst mal zeigen, wie schnell und wie stabil das Schild3-Konzept inkl. aller Module in den jeweiligen Umgebungen laufen. In dem Zuge müsste man dann auch mehrmals testen, wie man im Problemfall (hängender SVWS-Server, Datenbankproblem) schnelle Abhilfen finden kann, ohne dass n Schulen plötzlich nicht mehr mit Schild arbeiten können. Erst dann, macht m.E. der Wechsel zu Schild3 überhaupt erst Sinn.
Einen Wechsel zu erzwingen, weil bestimmte Regelwerke nur noch unter Schild3 bereitgestellt werden und nicht mehr auch unter Schild2 sind da nicht wirklich hilfreich. Der Druck sollte daher nicht an die Schulträger oder IT-Dienstleister abgegeben werden, sondern an die Entwickler, die nun mal die Software in der neuen und alten Version den Schulen bereitstellen. Wir wollen ja wechseln, dann aber in ein in sich ineinandergreifendes System, wie es mit SchildZentral2 nun mal derzeit vorliegt.
Im Grunde macht eine Bereitstellung von Schild3 als Testumgebung für Schulen eigentlich auch erst dann wirklich für alle Beteiligten Sinn, wenn die wichtigsten Module verfügbar sind. Das wäre aber sehr wichtig, um dann endlich auch mal Erfahrungen in der gleichzeitigen Nutzung durch n Schildnutzer sammeln zu können. U.a. um hier dann endlich auch die SVWS-Server dahingehend zu optimieren, um am Ende mit möglichst wenigen Servern auszukommen.
Schulträger-IT die dann einfach 5 oder 10 virtuelle Maschinen inkl. SVWS- und Datenbankserver bereitstellen, werden da vielleicht schneller sein, als die, die eben Web- und Datenbankserver auf eigenen Servern laufen lassen und 25, 50, 100, 200 oder noch mehr Schulen zentral mit Schild3 ausstatten sollen. Aber auch bei denen müssten erst einmal alle/die wesentlichen Module vorhanden sein.
Es gibt halt noch andere Schulformen und andere Verwaltungsaufgaben als Kurs- und Laufbahnplanung und nein, die Datenverarbeitung endet nicht in den Schulen, sondern geht bei Schulträgern und Schulamt noch weiter ...