Frodermann hat geschrieben: Mittwoch 29. Juli 2026, 19:13
Um welches Problem geht es hier eigentlich, das ist mir gar nicht so klar? Die Stadt Köln will kein WebLuPO aufsetzen, weil man dort diese Bürokratie nicht selbst durchlaufen möchte und keinen Webserver für WebLuPO pflegen möchte?
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Nein, es geht nicht darum, ob wir einen oder zwei weitere Server bereitstellen oder nicht. Die "Bürokratie" betrifft Vorschriften und Dokumentationen, die beim Betrieb innerhalb eines nach BSi zertifizierten Rechenzentrum nun mal zwingend vorgeschrieben sind und vorliegen müssen, damit etwas die Freigabe erteilt bekommen kann um bereitgestellt zu werden... Ob wir als IT-Dienstleister nun 2 weitere Webserver (produktiv / Test) mit ins Rechenzentrum packen, oder nicht, ist aus unserer Dienstleistersicht freilich kein Problem. Das Problem ist, dass das zusätzliche Kosten sind, die der Schulträger zu tragen hat. Im Falle von WebLuPO wären das Kosten, die jeder Schulträger tragen soll, für einen statischen Webserver mit geringen Hardwareanforderungen.
Wenn es Rechtsproblem ist, dann dürfte der Testserver der im Moment zentral bereitgestellt wird, ja auch nicht vorliegen oder genutzt werden. Da der Test-Web-LuPO-Server innerhalb der "svws-nrw"-Domain liegt, wird dieser ja schon diesen "Bürokratiekram" durchlaufen haben. So dass es ein vergleichsweise leichtes sein dürfte, den auch nach Ablauf der Probezeit (wann ?) weiter zu betreiben. Aber, Sie haben Recht, ich habe keine Ahnung von der Rechtslage. Ich denke hier rein pragmatisch im Sinne der Schuladministratoren und der Schulträger.
Es geht also darum, die Schulen, die Schul-Administratoren, sowie die Schulträger Aufwände und Kosten einzusparen, die mit einer zentralen Lösung nun mal (in der Summe) wesentlich weniger Aufwand und Kosten verursachen würden. Mehr nicht. Es ist einfach ein Blick über Tellerränder.
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Um mal konstruktiv zu fragen: Wie viele Testinstallationen haben Sie in Köln schon vorgenommen und lief das gut? Was ist mit WeNoM, SVWS-Server? Lassen sich alle Ihre Schulen migrieren? Ich bin sicher, dass hier schon ein Test per Skript gelaufen sein dürfte? Unabhängig vom Wunsch, dass das Land das übernimmt: wurde der bürokratische Prozess schon angestoßen und in welchem Zeitraum läuft dieser? Sind sie alleine da dran (und am Rest auch?) oder ist das in Teams verteilt? Ganz besonders interessiert mich aber: welches ist die größere Supportsorge, SchILD 3 von ribeka - ich nehme an, dass Köln wieder auf SchILDzentral setzt - oder WebLuPO & Tools?
Wie viele Testinstallationen ? Alle SVWS-Server seit seit Dezember 2023, also seit 0.7.9. SVWS-Server und SchildZentral3-Umgebung. Ich habe hierzu schon viele hundert Stunden Zeit investiert, in Tickets, in Diskussionen, in Dokumentation, in Tests, in Analysen. Ich durchforste Server- und Migrationslogs, tauch notfalls auch in den Quellcode ab um Fehler zu finden oder nachzuweisen. Bisher habe ich alleine um die 300 technische Tickets zu Schild3 eröffnet, einige Böcke gefunden und finde auch weiterhin welche. Ich bin schon früh in die Diskussion gegangen, dass insbesondere bei der zentralen Bereitstellung ein paar Designfehler vorliegen und dass das System alles andere als ressourcenschonend bereitgestellt werden kann.
Letztendlich aber reichte bisher noch keine Softwarelieferung um eine Testumgebung für Schulen aufzustellen, die wir den Schulen hätten freigeben können. Auch hierzu habe ich schon viel geschrieben. Derzeit testen also wir als technische Fachanwendungsbetreuer und die Schulträger-IT. Was aber auch für andere große IT-Dienstleister gilt. Meines Wissens gibt es immer noch keinen IT-Dienstleister, der eine SchildZentral3-Testumgebung für Schulen bereitgestellt hat.
WeNoM und GradeHub würde ich mir allerdings erst anschauen, wenn es denn mal komplett ist. Wir schauen uns auf SchildWeb3 an. Wir schauen uns alles an.
Bis heute kann mir aber keiner sagen, wie viele SVWS-Server wir in Köln für 265 Schulen, bzw. um die 2.000 Benutzer benötigen werden und wie diese konkret auszustatten sind. Bzw. wie man die Nutzungsdauer und -Intensität dieser Benutzer werten möchte, da ja nicht jede Schild-Benutzer die API-Schnittstelle beanspruchen wird.
Natürlich werden IT-Dienstleister, die vorher schon auf SchildZentral2 waren, auch wieder auf SchildZentral3 setzen. Sie werden sich aber auch mal SchildNRW3 anschauen. Wobei jedoch der infrastrukturelle Vorteil durch Ressourceneinsparungen durch das Schild2-Konzept in SchildZentral3 komplett übern Haufen geworfen wird und dazu führt, dass eine zentrale Bereitstellung für mehrere Schulen für die Schulträger recht kostenintensiv wird, eben weil der Ressourcenbedarf vergleichsweise explodiert. Hierzu hatte ich mich schon oft genug geäußert, daher gehe ich hier nicht weiter darauf ein.
So oder so kommen wir zunächst nicht ohne Ribeka aus. Außerdem greift das Migrationsscript des SVWS-Servers nur auf die IT-NRW-relevanten Daten, nicht auf die der Ribekamodule und so manche Datenbanktabelle muss nach dem SVWS-Migrationsscript noch mit einem weiteren Script bereinigt werden, weil das Migrationsscript sonst dazu führt, dass Daten anderer Schulen übernommen werden. (Lernplattformen, Credentials...).
Schulträger, die das Schulträgermodul von Ribeka einsetzen müssten sich sonst vor dem Schild3-Rollout an den Schulen des Schulträgers alternative Lösungen suchen oder programmieren lassen, um die bisherigen Aufgaben wieder rechte- und rollenbasiert in der gleichen Zeit ausüben zu können.
Außerdem werden wir auch erst mal nicht auf ein Verwaltungstool von Ribeka verzichten können, um die zahlreichen Datenbank- und SVWS-Serverpäarchen zentral verwalten und organisieren zu können. Mit dem Tool können wir z.B. zur Laufzeit Schulen von einem Datenbank- oder SVWS-Server auf einen anderen umziehen, ohne CON-Dateien oder Programminstallationen zu erneuern.
Auch SchildZentral3 kommt nicht ohne WebLuPO aus.