Falko Müller hat geschrieben: Freitag 16. Januar 2026, 08:51
Falls Sie mit SChildZentral auch SchildWeb bekommen haben sollten, können Sie den Konferenzmodus von SchildWeb nutzen. Dafür benötigen Sie im Konferenzraum lediglich einen Rechner mit Internetzugang.
Genau das würde ich aus eigener Erfahrung heraus nicht empfehlen. Technisch geht das zwar, aber mein Einwand hat mit der Art zu tun, wie Daten in die zentrale Datenbank geschrieben werden. Im KM2-Modul wird jede Änderungen direkt in die Datenbank übertragen.
Bei SchildWeb hingegen ist es, dass Daten an den Datenbankserver gebündelt übertragen werden. Solange man dort also nicht aktiv auf "Speichern" klickt oder solange ein von der Schule vorgebener Zeitraum nicht erreicht ist, werden alle Einträge oder Änderungen zwischengespeichert. Erst wenn der Zeitraum erreicht wurde oder auf "Speichern" geklickt wurde, wird der Zwischenspeicher ausgelesen und in Reihen mit einzelnen SQL-Befehlen umgewandelt und gehen dann gebündelt an den Datenbankserver. Wie viele Datensätze bei einem "normalen" Zeugnis pro Schüler anfallen, lässt sich ja relativ schnell abschätzen. Pro Fach einen Wert, dazu ggf. Werte für Fehlstunden, ergänzende Texte, etc.
Bei Grundschulen aber, die Ankreuzzeugnisse verwenden, fallen erheblich mehr Informationen pro Schüler an. Das sind dann mal eben 10, 15 Kompetenzen, also Werte pro Fach, plus die anderen Angaben. D.h. hier kann es durchaus vorkommen, dass dann Blöcke mit 1.500 - 2.5000 einzelner SQL-Befehle übertragen werden. Das wird dann schon ein paar mehr Sekunden Zeit beanspruchen, als über KM2. So ein Block hat aber zur Folge, dass alle anderen SQL-Befehle solange pausieren müssen, bis der Block abgearbeitet wurde. In der Folge kommt es schnell zu Warteschlangen, die immer länger werden. Beim SchildWeb-Nutzer kommt das Warten nicht mehr an. Aber die KM2-Nutzer kriegen graue Haare, weil KM2 abstürzt oder hängen bleibt und "Keine Rückmeldung" anzeigt.
Daher ist hier meine klare Empfehlung mit KM2 zu arbeiten.
Bleibt also die Frage, wie die Schulen in ihren Konferenzräumen das Modul nutzen können. Das hängt von verschiedenen Faktoren ab, die aber die Schulträger-IT kennen und lösen könnte. Beispielsweise könnte man in den Konferenzräumen einen Netzwerkanschluss an das Verwaltungsnetzwerk bereitstellen. Idealerweise wird dazu ein Verwaltungsnotebook bereitgestellt, damit man hier nicht erst noch den kompletten Arbeitsplatz umziehen muss.
Evtl. lässt sich SchildZentral über TerminalServer nutzen, für das es Apps oder Treiber gibt, um die Umgebung von einem Nichtverwaltungsrechner aus aufrufen zu können. Das wäre das einfachste. Z.B. mit dem dienstlichen Gerät (was auch immer das ist).
Am einfachsten hierzu mal die IT-Kollegen des Schulträgers fragen, wie das Problem gelöst werden kann. Ich bin mir sicher, dass sich dort Lösungen finden lassen.
Schöne Grüße aus Köln
Thomas Hagel
12/Digitalisierung und Informationstechnik
Fachanwendungsentwicklung und -betreuung für Schulen