kroerig hat geschrieben: Mittwoch 17. Juni 2026, 19:03
Theorie und Praxis?
Mal bitte aufzeigen, welche Schule mit ihrem Träger einen AV-Vertrag abgeschlossen hat (und auch allen Pflichten regelmäßig nachkommt)?
Ich wette, die meisten Schulleitungen wissen noch nichmal, was das ist. Und am Ende sind die Schulen eh abhänfig von dem, was der Schulträger für das Beste hält und zur Verfügung stellt.
Das, ist die richtige Frage, die man sich zum Projektzeitpunkt hätte stellen müssen: welche Infrastruktur steht den Schulen zur Verfügung ? Und wie lässt sich die neue Richtung für alle bereitstellen ?
Einem Schild-Fachberater nach (und ersten Schätzungen mit anderen IT-Dienstleistern nach) dürften es um die 2.000 - 2.200 Schulen sein, deren Schulverwaltungsnetzwerk komplett durch die IT-Infrastruktur von kommunalen IT-Dienstleistern/Rechenzentren bereitgestellt, gewartet und supportet wird. Dort aber kann man nicht mal eben etwas unfertiges bereitstellen, nur weil man selbst gesteckte Ziele verfehlt hat. Das ist wesentlich komplexer zu betrachten.
Wie viele Schulen haben ein nahezu perfekt ausgestattetes selbst aufgebautes und selbst verwaltetes Schulverwaltungsnetzwerk in dem sie dank des notwendigen Fachwissens Schild3 inkl. aller benötigter Server unter Einhaltung notwendiger Maßnahmen einflechten können ?
-> da muss ich schätzen, vermute aber unter 100, da es gerade für Schild3 mehr als ein paar Entlastungsstunden und eine NAS braucht.
Ich würde jedoch die Wette mit den Schulleitungen mitgehen, wenn man sie um den Kenntnissstand der BASS-Vorgaben hinsichtlich DSGVO und hier insbesondere Schild3 erweitert. (
https://bass.schule.nrw/17585.htm) (siehe Absätze 3, 11 und folgende). Aber ich will denen auch keinen Vorwurf machen, weil man diese, m.E., diesbezüglich (Schulungen hin oder her) weiterhin ziemlich allein stehen lässt. Oder gibt es in Schild2/3 irgendwelche DSGVO-Reports um die notwendigen Dokumente rechtssicher zu erzeugen ?
Was andere Schulträger für das Beste halten, weiß ich nicht. Hier bin ich eher auf Schulseite, weil nur die wissen können, was sie tatsächlich benötigen und was sich davon zentral bereitstellen lässt. Auf Schulträger- und Schulamtsseite muss es dann aber auch entsprechende Programme geben, damit alle ihren jeweiligen Aufgaben nachgehen können, ohne sich in Exceldateien zu verlieren. Ich bin da aber auch "nur" IT-Dienstleister und nicht Schulträger.
Aber für die Schüler- und Schuldatenverarbeitung ist wohl SchILD2 in rund 90 % der NRW-Schulen im Einsatz, weswegen auch das in welcher Fassung (NRW oder zentral) bereitgestellt wird. In Grund- und Förderschulen kommt aber auch schon mal was anderes zum Einsatz. Wenn es eine sinnvolle Alternative zu Schild gibt, immer her damit. Jedoch wird ja gerade Schild3 nicht von den Schulträgern, sondern vom MSB "gesetzt".
Womit die Kernfrage bleibt: welchen Stand hat Schild3 als Ganzes ?
(und jetzt bitte nicht wieder auf die zig Links verweisen: Eine Seite, eine Übersicht, für jedes Schild2-Modul und sein Schild3-Gegenüber).